Die Idee: Raus aus dem Alltag

Sie haben keinen Zugang zu Bildung, können sich ihr Leben kaum leisten oder müssen vor Krieg und Verfolgung flüchten. Soziale Benachteiligung hat viele Gesichter – für das Leben der Betroffenen heißt sie aber vor allem eines: den Alltag mit existenziellen Sorgen bestehen zu müssen. Hier auszubrechen ist schwierig. Wer kein Geld hat, kann auch keine „Freizeit“ haben, so scheint es. Mit the creative fillip ist Grafikerin Elisabeth Marek angetreten, ein Angebot für Menschen zu schaffen, die es nicht immer leicht haben, die es verdienen, ihre Sorgen zumindest für kurze Zeit hinter sich zu lassen.

In Kreativwerstätten werden sie eingeladen ohne Verwertungsdruck in einer bunten Gruppe künstlerisch zu arbeiten. Gemeinsam werden Werkstoffe und Arbeitstechniken erkundet, wird Neues ausprobiert und viel dazugelernt – über die eigenen kreativen Fähigkeiten, über die Anderen in der Gruppe und wie eine gute Zusammenarbeit klappen kann. Dabei werden die TeilnehmerInnen aus ihrem Alltag herausgenommen und können mit freierem Kopf „durchatmen“.

Die Methode: Eine Kreativwerkstatt

Ausgangspunkt der Werkstätten von the creative fillip ist immer die Festlegung auf ein Material mit dem gearbeitet wird – von Papier über Holz bis hin zu Abfallprodukten. Weitere Vorgaben für die TeilnehmerInnen gibt es nicht. Sie sind in ihrer Kreativität völlig frei und können sich dem Material nähern wie sie möchten. Ob Einzelarbeiten oder in Teams, ob ein Werk oder viele – Einschränkungen soll es nicht geben. Wichtig ist der Prozess des kreativen Schaffens, des gemeinsamen Arbeitens.

Gefunden werden die kreativen Köpfe über Kooperationen mit bestehenden sozialen Organisationen. Sie sollen helfen Kontakte zu möglichen TeilnehmerInnen herzustellen, die dann zu den mehrtägigen Kreativwerkstätten eingeladen werden. Material und Werkzeug wird kostenlos zur Verfügung gestellt und durch Sponsoring finanziert. Zum Abschluss werden die Werke von den TeilnehmerInnen selbst bei einer Vernissage der Öffentlichkeit vorgestellt.